Tierpsychologie

Die tierpsychologische Tätigkeit erfordert besondere fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten, die
durch ständige Aktualisierungen des vorhandenen Wissens aufrechterhalten werden müssen.


                                                  

Tierpsychologie ist heute eine stark praxisorientierte Fachrichtung. Ausgebildete, studierte 
Tierpsychologen geben heute Hilfestellungen für Hunde, Katzen, & Pferdehalter, wenn deren Tiere
unangebrachtes Verhalten zeigen. Der Hilfe suchende Tierhalter sollte dabei großen Wert auf eine
fundierte Ausbildung eines Tierpsychologen legen.  (siehe Ausbildung)

Die Beziehung zwischen Hund und Mensch hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte
wesentlich verändert. Sie ist heute weniger auf den Nutzen des Tieres ausgelegt, sondern wird
eher als eine Partnerschaft verstanden.

Die Tierpsychologie umfaßt Kenntnisse und Erfahrungen aus der Ethologie, der experimentellen
Psychologie und der humanen  Psychologie. Die Tierpsychologie unterscheidet dabei zwischen
echten Verhaltensstörungen (Verhalten) was in dieser Form bei den wilden Verwandten oder
Vorfahren, z.B. Wölfen, nicht vorkommt.
Beispielsweise ist Selbstverstümmelung eine echte Verhaltensstörung, während  (Markieren) ein
natürliches aber den Besitzer störendes Verhalten ist. Auf dieser Grundlage baut die individuelle
Therapie nach ausführlicher Anamnese durch Befragung des Besitzers und Beobachtung des
Tieres auf.

Mit der Tierpsychologie wird in erster Linie dem Tierbesitzer geholfen, denn er sieht das
Problem als ein solches, nicht das Tier.

Die tierpsychologische Hilfe ist auch eindeutig als angewandter Tierschutz anzusehen,
denn letztlich bewahrt sie viele Tiere vor der Euthanasie oder der Abgabe ins Tierheim.

(Siehe Ausbildung)